Jacqueline Saki Aslan

Play - Stop - Rewind - Repeat.
Während wir unser Leben verswipen und denken, egal, 2023 wird eh ein geiles Jahr, erinnern wir uns an unsere Eltern und Großeltern, die unter schwersten Bedingungen alleine nach Ewrupa kamen, damit wir heute Deutschlands Wirtschaftswunder feiern können. Unzählige Kilams und Retour-Kilams auf Tonbändern wanderten zwischen Fließbandhänden und Heimatländern, um auf Knopfdruck struggle und Sehnsucht zu ertragen. Tapes im Loop abzuspielen, half beim Überleben. Loops bedeuteten Unendlichkeit - so wie der Kreistanz. Was macht das mit uns, wenn wir uns auf die Suche nach diesem Kreis machen müssen?
"Retour-Kilams an Kofferkinder" behandelt das Thema Abwesenheit und Überleben und reclaimt Techno als kurdischen healing space. In einem yezidisfuturistischen Akt beschwört die Solistin den Chor herauf, der auf ihre Kilams antworten soll. Sie weiß: Der Kreis hat seine eigenen Regeln, Bitches.

Konzept &Performance: Jacqueline Saki Aslan
Komposition & Sounddesign: Afra Bobo & Jacqueline Saki Aslan
Co-Dramaturgie: Marco Merenda
Choreografische Beratung: Sujin Lee
Bühne: Clarissa Schreiber & Jacqueline Saki Aslan