Kit Sebastian

Das in London lebende Duo Kit Sebastian (alias Kit Martin und Merve Erdem) fesselt sein Publikum mit Momenten purer Pop-Seligkeit, zeitloser Nostalgie und verführerischer Komplexität. Ihr einzigartiger Sound spinnt einen psychedelischen Teppich aus globalen Einflüssen, Vintage-Synthesizern und melancholischem Elan von den Stränden Bahias bis zu den Straßen von Istanbul und Paris.

Ein freudiger Ausdruck lebendiger Grooves und anspruchsvoller Lyrik, der Grenzen und soziokulturelle Vorurteile überwindet. Ihr neues Album Melodi ist durchdrungen von künstlerischen Referenzen, von verstaubten Schallplatten bis hin zum Weltkino, und stellt eine überlegte Reifung des psychedelischen, von Jazz inspirierten Sounds dar, mit dem Kit Sebastian die Welt auf seinem Debütalbum Mantra Moderne im Jahr 2019 bekannt machte.

Das neue Album ist der bisher vollständigste, umfangreichste und am besten orchestrierte Beweis für Kit Sebastians weltoffene Ästhetik, die sich wie eine Anleitung zur internationalen Gegenkultur liest - anatolischer Rock, französischer New Wave und der feinste britische Jazz. Ihre ausgefeilten Soundscapes verwenden eine Vielzahl von Instrumenten - Zithern, Cembalos, Congas, Bongos, Bulbul Tarang und einen Mock-up-Chor zusätzlich zu den Synthesizern, Balalaikas, Orgeln und Saxophonen - um einen grenzenlosen Planeten und die nahtlose Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu beschwören.

Obwohl Kit Sebastian in der multikulturellen Umgebung Londons aufgewachsen ist und sich von ihr inspirieren ließ, hat vieles von dem, was sie als Musiker und Menschen ausmacht, seine Wurzeln an der Schnittstelle zwischen kulturellem Erbe und gelebter Erfahrung.

Für Merve bedeutete das Aufwachsen in Istanbul, das Studium in Rom und das jetzige Leben in London eine ständige Auseinandersetzung mit ihrer Identität, den Vorurteilen gegenüber der Türkei im Ausland und die Auseinandersetzung mit komplexen, vielschichtigen, oft problematischen Geschichten.

Für Kit, der zwischen Londoner Vororten und dem ländlichen Frankreich ohne Internet aufgewachsen ist, hat seine Liebe zur Musik aus aller Welt zu einer Auseinandersetzung mit der Frage geführt, was es bedeutet, einen pluralistischen Sound zu kreieren, ohne dabei seine Ursprünge zu verstecken.